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Treckerfest in Emern - Groß, alt und laut

Anziehungspunkt für die ganze Familie

Sie kamen in Scharen und selbst zwei Stunden vor Schluss riss der Besucherstrom nicht ab: Das Trecker und Erntefest in Emern am vergangenen Sonntag erwies sich als wahrer Publikumsmagnet. Rund 2000 Gäste zählten die Veranstalter bereits am frühen Nachmittag, wobei das Bilderbuchwetter vor allem junge Familien auf das Gelände der Familie Zilz lockte.

Länge: 23.39 Min.

Wie beispielsweise Torsten Kirschke,  der mit Frau und drei Kindern aus Oetzen angereist war. "Wir kommen gerne hierher, denn wo hätte man denn sonst die Möglichkeit, die ganzen alten Geräte mal in Natura zu sehen. "Die ganzen alten Geräte", dass sind vor allem Dreschkästen, Schlammpumpen. Kartoffelsortiermaschinen, Bandsägen, Erntemaschinen und Rübenhäxler, teils aus den dreißiger und vierziger Jahren, aber allesamt noch voll funktionstüchtig. "Dabei haben wir gar nicht einmal weit fahren müssen, um diese Schätzchen zu finden", erklärt Matthias Zilz. "Mein Vater hat gute Kontakte zu den hiesigen Landwirten und es ist schon erstaunlich, was da so alles unbenutzt und unbeachtet in den Scheunen des Landkreises Uelzen steht."

Und natürlich Trecker, ungefähr 60 an der Zahl, darunter auch die beliebten Modelle von Lanz Bulldog, die vor allem die ganz jungen Treckerfans auf die Sitze lockten. "Ich finde Trecker toll", zeigt sich der sechsjährige Devin Müller aus Wieren begeistert "Die Reifen sind so schön groß und die Sitze federn richtig". Und Till Borrmann, sieben Jahre alt und aus Tostedt nach Emern gekommen, ergänzt: "Die sind so richtig laut und ich durfte sogar selber fahren und lenken." Und Julian Liepelt aus Ebstorf bewies für seine 10 Jahre sogar echten  Sachverstand: "Ich finde es faszinierend, wie zwei verschiedene Menschen mit dem Urus und dem Lanz Bulldog zwei nahezu baugleiche Maschinen entwerfen konnten".

Als echtes Highlight auf dem Hof Zilz erwies sich aber die sogenannte Transmission, ein Gebilde aus verschiedenen Holzrädern, das früher bei den Landwirten häufig unter der Scheunendecke hing und dazu diente, mehrere Maschinen gleichzeitig antreiben zu können. Ebenfalls ein echter Hingucker der große Dreschkasten, der nicht nur ordentlich schepperte, sondern auch die Getreidereste in die Luft schleuderte. Überhaupt waren die Vorführungen der unterschiedlichsten Maschinen gewissermaßen das Salz in der Suppe und gaben gleichzeitig einen guten Einblick in die Landwirtschaftstechnik vergangener Jahrzehnte.

Text u. Bilder Oliver Huchthausen

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