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Praxis übt am besten

Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege im HELIOS Klinikum Uelzen leiten vorrübergehend eine Station

Der Ernst des Lebens rückt für 22 Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege im HELIOS Klinikum Uelzen wieder ein Stück näher. Wenige Monate vor ihrem Examen stehen sie vor einer besonderen Herausforderung. Unterstützt von erfahrenem Pflegepersonal, Lehrern und Praxisanleitern organisieren die angehenden Fachkräfte vom 13. bis 27. Januar 2017 den Betrieb einer Station mit bis zu 30 Patienten.

Foto: Thorsten Eckert; Haben sich intensiv auf das Projekt „Auszubildende leiten eine Station“ vorbereitet – die Auszubildenden des Kurses 14/17 des Bildungszentrums am HELIOS Klinikum Uelzen.

"Für uns sind die kommenden zwei Wochen die einmalige Chance Erfahrungen zu sammeln, die wir sonst erst viel später im Berufsleben sammeln könnten", sagt Auszubildende Michaela Conradt. Sie wurde von ihrem Kurs in der Vorbereitungsphase des Projekts zur Stationsleitung gewählt. Bis Ende Januar kümmert sie sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus dem dritten Ausbildungsjahr selbständig um alle Aufgaben, die für den Pflegedienst auf der gesamten Station anfallen. Sie nehmen allgemein- und gefäßchirurgische Patienten auf, versorgen sie rund um die Uhr und bereiten die Entlassungen vor. Sie begleiten die Visiten, tauschen sich mit den Ärzten aus, stellen Medikamente, prüfen die Vitalwerte, organisieren Untersuchungstermine und Patiententransporte. Auch die Pflegedokumentation sowie das Schreiben der Dienstpläne liegen in den kommenden Tagen in den Händen der angehenden Pflegefachkräfte.

Das Projekt ist im Klinikum mittlerweile fest im Ausbildungsplan verankert. "Ziel ist es, dass unsere Auszubildenden unter den wachsamen Augen des erfahrenen Pflegepersonals selbstständig werden und sie ihre Qualifikationen weiterentwickeln können", erklärt Christine Thiele, Leiterin des Bildungszentrums am HELIOS Klinikum Uelzen. Pflegedirektor Hans-Walter Russu fügt hinzu: "Durch das Projekt bereiten wir unsere Auszubildenden auch noch besser auf ihre Examensprüfungen im Sommer vor. Das eigenverantwortliche Arbeiten auf Station hilft den Auszubildenden wenige Monate vor ihren Prüfungen, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen."

Als Chefarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie im HELIOS Klinikum Uelzen freut sich Dr. Ralph Kather auf die Zusammenarbeit mit den angehenden Gesundheits- und Krankenpflegern: "Die Auszubildenden haben sich sehr engagiert und gewissenhaft auf das Projekt vorbereitet. Einen Teil von ihnen kenne ich bereits von früheren Praxiseinsätzen in der Abteilung. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass unsere Auszubildenden in Zusammenarbeit mit den examinierten Fachkräften und unserem Ärzteteam unsere Patienten bestens versorgen werden."

Mit Plakaten auf dem Stationsflur und mit kleinen Broschüren weisen die Auszubildenden die Patienten ihrer Station, der Station 2.2 im HELIOS Klinikum Uelzen, bis zum 27. Januar 2017 auf das besondere Ausbildungs-Projekt hin.

Das HELIOS Klinikum Uelzen gehört zu den größten Ausbildungsbetrieben in der Region. Neue Ausbildungskurse im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege starten im Bildungszentrum des Klinikums am 1. April sowie am 1. August.

Weihnachten ohne Extra-Kilos überstehen

Chefarzt des HELIOS Klinikums Uelzen empfiehlt bewussten Fest-Genuss

Genuss ohne Reue wünschen sich viele – ganz besonders über die Festtage. Das fällt nicht immer leicht. Ein Stück Christstollen hier, ein Glas Glühwein da. Oft spiegelt sich das am Ende auf der Waage wider, die Stimmung ist getrübt. Damit das nicht passiert, hat Dr. med. Wolfgang Mönch, Chefarzt der Innere Medizin I – Gastroenterologie im HELIOS Klinikum Uelzen, einige Tipps zusammengestellt, wie Sie das Weihnachtsfest bewusst genießen können.

Alles, was wir täglich über eine bestimmte Kalorienzahl hinaus – je nach Geschlecht, Alter und körperlicher Betätigung – zu uns nehmen, setzt an. Ein klassisches Weihnachtsmenü – Gänsebraten, Rotkohl und Knödel mit einem Glas Rotwein plus Vorsuppe und Dessert – schlägt bereits mit rund 1500 bis 2000 Kalorien zu Buche. Dazu kommen zum Fest Kalorienfallen wie Zimtsterne, Stollen und Glühwein. Als Internist rät Mönch, auch über Weihnachten auf eine gesunde Ernährung zu achten. "Essen Sie ausreichend Obst und Gemüse und trinken Sie täglich mindestens anderthalb Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Gönnen Sie sich die Köstlichkeiten zum Fest in Maßen und genießen Sie sie ganz bewusst.

Achten Sie auf Ihr Hungergefühl: Essen Sie noch, weil Sie noch Hunger haben, oder weil es so gut schmeckt?"

Ein weiterer Tipp: "Versuchen Sie leichtere Alternativen. Statt der Gans probieren Sie in diesem Jahr vielleicht die kalorienärmere Pute", schlägt Mönch vor. Darf der Gänsebraten am Weihnachtstag doch nicht fehlen, empfiehlt der Internist aus dem HELIOS Klinikum Uelzen, diesen bereits einen Tag vorher zuzubereiten und das erkaltete Fett am nächsten Morgen abzuschöpfen. Eine weitere Möglichkeit Kalorien zu sparen: Weihnachtsleckereien wie Kekse und Stollen lassen sich als Nachspeise in das Fest-Menü einbinden.

Darüber hinaus empfiehlt der Gastroenterologe den Alkoholkonsum im Blick zu behalten. "Alkohol macht Appetit. Die Produktion von Gallensaft und Magensäure wird angeregt, und wir essen unbewusst über den Hunger hinaus. So werden zusätzliche Kalorien aufgenommen. Und, Alkohol ist ziemlich kalorienreich und verzögert die Verdauung."

Auch wenn Weihnachten eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit ist, rät der Mediziner aus dem HELIOS Klinikum Uelzen dazu, die Bewegung nicht zu vergessen.

"Bereits ein Spaziergang verbrennt Kalorien. Zudem werden im Körper Botenstoffe wie Endophin und Serotin freigesetzt", erklärt er. "Die machen bekanntlich glücklich." Und wer zu Weihnachten auf seine Ernährung achtet und sich viel bewegt, braucht nach den Feiertagen den Schritt auf die Waage nicht zu fürchten.

Viele Schlaganfälle lassen sich vermeiden

"Ich dachte, mich trifft der Schlag"

Ein Satz, der einem leicht über die Lippen geht. Was aber, wenn es wirklich passiert?

Schlaganfälle sind die häufigste Ursache für schwere Behinderungen wie Lähmungen und Sprachstörungen bei Erwachsenen. Betroffene benötigen eine schnelle Hilfe und Therapie. So behandeln die Ärzte der Neurologie im HELIOS Klinikum Uelzen auf der überregionalen Schlaganfall-Spezialstation, der Stroke Unit, jährlich rund 1000 Schlaganfall-Patienten. Frauen und Männer, vor allem aus den Landkreisen Uelzen, Lüchow-Dannenberg, der Altmark und dem Heidekreis. Anlässlich des Weltschlaganfalltags am 29. Oktober 2016 unterstreicht Chefärztin Dr. Ulrike Heesemann, dass sich viele Schlaganfälle vermeiden lassen, wenn die Risikofaktoren rechtzeitig behandelt werden.

Foto: Jochen Quast; "Viele Schlaganfälle lassen sich vermeiden", sagt Dr. Ulrike Heesemann, Chefärztin der Neurologie im HELIOS Klinikum Uelzen

Studien besagen, dass sogar circa 90 Prozent aller Schlaganfälle verhindert werden könnten, würden die Betroffenen gesünder leben und weniger Nikotin oder Alkohol zu sich nehmen. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und Sport, Übergewicht, Herzerkrankungen und Diabetes mellitus. "Die Behandlung dieser Risikofaktoren kann nur im guten Zusammenspiel zwischen Arzt und Patient gelingen", sagt Chefärztin Heesemann.

Doch oft trifft der Schlaganfall die Betroffenen aus heiterem Himmel. Auch, weil Warnzeichen wie vorübergehende halbseitige Lähmungen, Seh- oder Sprachstörungen, Schwindel oder ein vorher nicht gekannter Kopfschmerz sowie plötzlich einsetzende Bewusstseinsstörungen ignoriert werden: "Häufig liegt es daran, dass die Betroffenen auch beim Auftreten der Symptome erstmal abwarten, vor allem, weil sie keine Schmerzen fühlen", weiß die Neurologin. Die Folge: nur etwa jeder dritte Betroffene erreicht innerhalb der ersten drei Stunden nach Einsetzen der Symptome das Krankenhaus. Ein Nachteil, denn trotz moderner Therapieverfahren beginnt bei der Behandlung ein Wettlauf mit der Zeit. Zum Beispiel bei der häufigsten Schlaganfall-Ursache: der Mangeldurchblutung des Gehirns. Wenn plötzlich ein Blutgefäß verengt oder eine Hirnarterie verschlossen ist, wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Schon nach Minuten sterben unwiderruflich Nervenzellen ab. "Je früher die Behandlung beginnt, umso wirksamer ist sie", betont Heesemann. Deshalb hält sie es für besonders wichtig, über Symptome und Notfallhilfe informiert zu sein, um als Betroffener oder Angehöriger schnell reagieren zu können. Gibt es einen Schlaganfall-Verdacht, sollte dieser auch bei einem Notruf gegenüber dem Mitarbeiter in der Rettungsleitstelle geäußert werden. Wird der Patient schnell in einer Schlaganfall-Spezialeinheit (Stroke Unit) behandelt, steigen seine Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung, die Folgeschäden können so geringer ausfallen. "Es gibt auch viele neue erfolgversprechende Therapiemethoden, aber auch diese müssen schnellstmöglich nach dem Schlaganfall zum Einsatz kommen", unterstreicht die Neurologie-Chefärztin des HELIOS Klinikums Uelzen.

In Deutschland erleiden jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Meist sind es Frauen und Männer der Altersgruppe 60plus. Aber auch Jüngere können betroffen sein. "Im vergangenen Jahr haben wir zwei 17 Jahre alte Patienten behandelt, in diesem Jahr war der jüngste Patient 16 Jahre alt", ergänzt Heesemann.

Über die moderne Schlaganfallbehandlung informieren die Chefärztin der Neurologie Dr. Ulrike Heesemann und der Chefarzt der Radiologie und Neuroradiologie im HELIOS Klinikum Uelzen, Dr. Jörg Larsen, im Rahmen eines gemeinsamen Vortrags - am 9. November 2016, um 19.00 Uhr im HELIOS Klinikum Uelzen.

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