Menu

Wirtschaftsjunioren treffen den niedersächsischen Wirtschaftsminister

Junge Wirtschaft fordert mutige und zukunftsorientierte Politik

Die Wirtschaftsjunioren Lüneburg – Elbe-Heide-Region mit Dr. Bernd Althusmann und dem Landtagsabgeordneten Uwe Dorendorf MdL. (Foto: nordwest Filmproduktion / nh)

Seit der Landtagswahl im vergangenen Jahr hat Niedersachsen erstmals seit 1984 wieder ein von der CDU geführtes Wirtschaftsministerium. Doch was bedeutet das konkret für die hiesige Wirtschaftsregion? Was wird sich maßgeblich ändern und wie sehen die Maßnahmenpläne in den Themenfeldern Unternehmensgründung und -nachfolge, Infrastruktur, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Digitalisierung aus? Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Lüneburg – Elbe-Heide-Region nahmen dies zum Anlass, sich im Rahmen der ersten Veranstaltungsreihe "Junge Wirtschaft trifft…" am 9. Mai im Lüneburger Wasserturm in den konstruktiv-kritischen Politikaustausch zu treten.

Es gibt aktuell eine Vielzahl an Themen, die die Bundesregierung und im Einzelnen auch die niedersächsische Landesregierung bewegt. Auch wenn die deutsche Wirtschaft mit einem erwarteten Jahreswachstum von 2,5 Prozent und einer Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Niveau seit der Wiedervereinigung ökonomisch gute Rahmenbedingungen bietet, stehen wir auch auf lokaler Ebene vor großen Herausforderungen.

Großprojekte wie der zögerliche Ausbau der A 39 und die fehlende Bereitstellung eines flächendeckenden Glasfasernetzes sind nur einige Paradebeispiele für die deutsche Bürokratie als wirtschaftlicher "Show-Stopper". Insbesondere den Abbau bürokratischer Hürden sieht Althusmann als zentrales Anliegen, um auch die Wirtschaftspolitik agil voranzutreiben.

In einer Live-Umfrage stellte sich der Wirtschaftsminister bereitwillig den Abstimmungsergebnissen und im Anschluss den Fragen der rund 40 Führungskräfte und Jungunternehmer aus der Region. Vor allem Themen wie die Digitalisierung und den Ausbau der Gründungsregion Niedersachsen bewertete das Publikum vor Ort als stark verbesserungsfähig und forderte hier ein rasches Handeln der politisch Verantwortlichen. Wenig überrascht von den Ergebnissen warb Althusmann für die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsfragen nach dem dänischen Modell, wo diese durch die parlamentarischen Gremien gesetzlich entschieden werden. "Mit dem Blick auf unsere Nachbarländer wissen wir, dass es schon gut funktionierende Modelle gibt, die nicht immer neu erfunden werden müssen." Eine Einschätzung, die auch Arno Herder, Kreissprecher der WJ Lüneburg – Elbe-Heide-Region, teilt: "Wir, als Stimme der jungen Wirtschaft vor Ort, denken und handeln modern und fordern das auch aktiv von der hiesigen Politik."

Abschließend erlaubte sich Althusmann auf Nachfrage zur zügigen Bildung einer Großen Koalition in Niedersachsen und zu den schwierigen Koalitionsgesprächen auf Bundesebene noch eine Spitze: "Wer sich zur Wahl aufstellen lässt, muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen."

Suche

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.