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Krankenschwester der Geburtshilfe-Station des HELIOS Klinikums Uelzen zählt beim Thema "Stillen" für Mütter nach der Geburt zu den ersten Ansprechpartnerinnen

Stillen will gelernt sein – im HELIOS Klinikum Uelzen ist Stillberaterin Anke Marwede für Mütter nach der Geburt eine der ersten Ansprechpartnerinnen. Foto: Thorsten Eckert

Nahrung, Liebe, Geborgenheit - Stillen erfüllt die Bedürfnisse eines jeden Babys. Obwohl das Trinken von Muttermilch an der Brust eine angeborene Fähigkeit von Säuglingen ist, muss das Stillen erst erlernt werden. Warum sich das intensive Üben lohnt, erklärt Anke Marwede, Krankenschwester und zertifizierte Stillberaterin im HELIOS Klinikum Uelzen, anlässlich der Weltstillwoche vom 3. bis zum 9. Oktober 2016.

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Muttermilch sieht aus wie Milch, riecht wie Milch und doch ist sie einzigartig. Hebammen und Ärzten bezeichnen sie als beste Nahrung für ein Baby. Wissenschaftliche Untersuchungen haben das bestätigt. "In Muttermilch sind alle Nährstoffe in der optimalen Menge und im richtigen Verhältnis enthalten, die ein Baby benötigt. Die Milch ist gut verdaulich, perfekt temperiert und hygienisch einwandfrei", sagt Anke Marwede, die auf der Geburtshilfe-Station des Klinikums arbeitet. Doch Muttermilch dient nicht nur der Ernährung eines Babys. Schon mit der ersten Milch, die in den ers­ten zwei Tagen nach der Geburt in der Brust ist, bekommt das Baby eine riesige Menge Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger. "Damit schlürfen die Kleinen bei jeder Mahlzeit einen Cocktail, der sie schützt. Sie nehmen mit der Milch sogar Immunstoffe von durchlebten Krankheiten der Mutter auf", fügt Marwede hinzu. Babys, die gestillt werden, leiden so seltener unter Atemwegsinfektionen und Magen-Darm-Erkrankungen und sind einfach besser geschützt. Auch ihr Allergierisiko sinkt. Neben den positiven Einflüssen auf die Gesundheit bietet Stillen dem Säugling zudem Geborgenheit, Vertrauen und Liebe, Zuwendung sowie Hautkontakt. Die Nähe beim Stillen unterstützt die Bindung zwischen Mutter und Kind.

Das Stillen bringt aber auch der Mutter Vorteile:

"Es spart Zeit und Geld, sorgt für weniger Stress. Wenn Mütter mal länger unterwegs sind und das Baby Hunger bekommt, dann haben sie die Nahrung für das Baby immer dabei", erklärt Stillberaterin Marwede ein ganz praktisches Beispiel.

Sie weist zudem auf die medizinischen Vorteile für stillende Frauen hin. "Durch das Stillen kann sich die Gebärmutter besser zurückbilden und auch die in der Schwangerschaft aufgebauten Fettreserven werden abgebaut."

Bleibt die Frage, die viele Mütter beschäftigt: Wie lange sollte ich mein Baby stillen?

Eine allgemeingültige Antwort kann die Stillberaterin aus dem HELIOS Klinikum Uelzen nicht geben. Sie rät Müttern, ihr Baby mindestens sechs Monate voll zu stillen, dann mit der Beikost anzufangen.

"Sofern eine Mutter nicht so lange stillen kann oder möchte, braucht sie jedoch kein schlechtes Gewissen zu haben. Geeignete Säuglingsnahrung aus dem Fläschchen beeinträchtige die Gesundheit des Babys nicht: "Am Ende sind immer die Gefühle der Mutter und ihres Kindes entscheidend. Solange das Stillen beiden gefällt, kann es auch fortgeführt werden."

Fragen rund um das Thema Stillen beantwortet Stillberaterin Anke Marwede zusammen mit Kolleginnen von der Geburtshilfe-Station und aus der Kinderklinik des HELIOS Klinikums Uelzen auch im Stillcafé. Der Treffpunkt für Mütter und Schwangere lädt regelmäßig ins HELIOS Klinikum Uelzen ein – das nächste Mal am 4. Oktober 2016 um 9.30 Uhr. Zur Weltstillwoche haben Anke Marwede und ihr Team für die großen und kleinen Gäste eine Überraschung parat.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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