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Gremien der Hansestadt Uelzen beraten über Baulandumlegung

Gewerbegebiet Hafen Ost

Die Hansestadt Uelzen plant aufgrund der prognostizierten Nachfrage ein neues Gewerbe- und Industriegebiet "Hafen Ost".

Das rund 100 Hektar große Areal auf der Ostseite des Elbe-Seitenkanals mit direkter Anbindung an Straße, Schiene und Elbe-Seitenkanal wird entwickelt, um es potenziellen Investoren für eine Gewerbeansiedlung anbieten zu können. Nicht alle Privateigentümer von Flächen in diesem Gebiet sind zu einem Verkauf bereit – das haben langjährige Verhandlungen gezeigt. Die Gremien der Hansestadt Uelzen beraten nun über eine mögliche Baulandumlegung als zielführende Alternative.

Startschuss ist am kommenden Mittwoch, 27. November, im Ortsrat Oldenstadt.

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Der Gesetzgeber sieht das sogenannte Umlegungsverfahren ausdrücklich vor, wenn anzunehmen ist, dass eine privatrechtliche Einigung nicht zu erwarten ist und die Erschließung und Bebauung sonst nicht umgesetzt werden kann. Mithilfe dieses Grundstückstauschverfahrens werden die vorhandenen Flächen so neu angeordnet, dass nach Lage, Form und Größe zweckmäßig gestaltete, erschlossene und bebaubare Grundstücke entstehen. Die Umlegung garantiert, dass die betroffenen 13 Eigentümer keinen Wertverlust hinnehmen müssten.

"Für alle Beteiligten ist das Vorgehen transparent, objektiv und gleichbehandelnd", erklärt Michael Kopske, Fachbereichsleiter Planung der Hansestadt Uelzen.

In der Hansestadt Uelzen ist dies das erste Umlegungsverfahren. Andere niedersächsische Kommunen wie beispielsweise Gifhorn, Nienburg oder Delmenhorst nutzen das Instrument zugunsten der Stadtentwicklung ebenfalls.

Im ersten Schritt wird nun darüber beraten, ob ein Umlegungsverfahren angeordnet werden soll. Die Entscheidung trifft der Rat der Hansestadt am 16. Dezember.

Im Anschluss würden im Rahmen einer sogenannten Anhörung erneut Gespräche und Verhandlungen mit den Eigentümern folgen. Als weiterer Schritt schließt sich der maßgebliche Umlegungsbeschluss an. Das Verfahren würde dann durch eine neutrale Instanz durchgeführt, nämlich das niedersächsische Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung.

Die Hansestadt verfügt langfristig nicht mehr über genügend Gewerbeflächen.

Eine in 2016 öffentlich vorgestellte Standortuntersuchung stellt unabhängig vom Bau der A 39 einen Nachfragebedarf von mindestens 60 Hektar Gewerbeflächen bis zum Jahr 2030 fest.

Das Gebiet "Hafen-Ost" ist der einzige Standort mit direkter Anbindung an Straße, Wasserstraße (Kanal) und Schiene und wurde deshalb eindeutig empfohlen.

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