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IHK-Konjunktur-Umfrage: Auswirkungen der VW-Krise in der Region größtenteils nicht spürbar. Industrie verzeichnet besten Wert seit zwei Jahren.

Der regionalen Wirtschaft geht es gut. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg, an der sich knapp 300 Betriebe beteiligt haben. Branchenübergreifend stieg der Konjunkturklimaindex, der sich aus den Bewertungen der Unternehmen zur Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden zwölf Monate zusammensetzt, im 1. Quartal 2016 von 115 auf 119 Punkte.

"Das zeigt, dass sie Befürchtungen, die unmittelbar nach Bekanntwerden der VW-Affäre im Herbst vergangenen Jahres aufkamen, größtenteils nicht spürbar sind, auch wenn es regional und branchenbezogen unterschiedliche Betroffenheiten gibt ", sagt Martin Exner, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer.

Insgesamt bewerten aber nur zehn Prozent aller befragten Unternehmen die gegenwärtige Lage als schlecht, ein gutes Drittel ist mehr als zufrieden. Der Anteil der Unternehmen, die eine negative Prognose zur Entwicklung abgeben, sank im Vergleich zum Ende des Jahres 2015 von 21 auf 18 Prozent.

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Foto u. Text: IHK Lüneburg

Zu den Gewinnern zählt insbesondere die Industrie, deren Indexwert um sieben Punkte auf einen Wert von 127 Punkten stieg – dem höchsten Wert seit zwei Jahren. Während die Konsumgüterindustrie bereits im Vorquartal einen hohen Stand erreichte, haben jetzt auch die Vorleistungs- sowie die Investitionsgüterindustrie ihre Erwartungen deutlich angehoben.

Insgesamt bewerten aktuell 35 Prozent der Industriebetriebe die laufenden Geschäfte als gut, weitere 53 Prozent als zufriedenstellend. Das Exportgeschäft läuft allerdings weiterhin schleppend, ein Drittel der Betriebe geht jedoch von einer Verbesserung im neuen Geschäftsjahr aus.

Der Indexwert des Baugewerbes stieg von 121 auf 123 Punkte. Die laufenden Geschäfte bewerten 31 Prozent der Unternehmen als gut, weitere 62 Prozent als zufriedenstellend. Aufgrund der weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen ist die Auslastung hoch, die Ertragslage hat sich jedoch im Vergleich zum Vorquartal verschlechtert.

Trotz des ersten leichten Rückgangs seit vier Quartalen erreicht der Großhandel mit 129 Punkten ein gutes Konjunkturergebnis. Die derzeitige Situation wird fast ausnahmslos als gut oder zufriedenstellend bewertet, 38 Prozent der Großhändler erwarten eine günstige Geschäftsentwicklung. Verschiedene Faktoren, wie die fortlaufenden weltpolitischen Unsicherheiten, die Flüchtlingssituation in Deutschland sowie die Unsicherheiten um die Situation von VW, veranlassen dagegen den Einzelhandel zur Sorge. Aktuell bewerten zwar 32 Prozent der Einzelhändler die Geschäftslage als gut und weitere 54 Prozent als befriedigend. Der Anteil der Betriebe, die eine rückläufige Entwicklung erwartet, ist allerdings im Vergleich zum 1. Quartal 2015 von 6 auf 27 Prozent gestiegen. Damit fällt der Indexwert des Einzelhandels um drei Punkte auf einen Wert von 107 Punkten.

Nachdem das Dienstleistungsgewerbe zum Ende des Jahres 2015 seine Erwartungen drastisch reduziert hatte, relativierten viele Betriebe jetzt ihre Prognosen. Der Anteil der Dienstleister, die mit einer Verschlechterung der Geschäfte rechnen, ist von 33 auf 18 Prozent gesunken, 27 Prozent erwarten eine Verbesserung. Da die Geschäftslage weiterhin sehr zufriedenstellend bewertet wird, stieg der Indexwert der Branche kräftig von 102 auf 120 Punkte.

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